Logo
Login click-TT
05.07.2013

Kreistag 2013 in Glauberg

Anhängend findet ihr den Pressebericht (Wetterauer Zeitung) zum Kreistag. Michael Stahnke hat es zur Verfügung gestellt. Und hier das Protokoll des Kreistages.

------------------------------------------------------------------------------

Die Übernahme eines Ehrenamt im Kreis war wieder das zentrale Thema des am Freitag in Glauberg ausgetragenen Tischtennis-Kreistages des Sportkreises Wetterau. Kreiswart Ulrich Hartmann (Büdingen-Lorbach) hatte im Vorfeld ein Rundschreiben verschickt und wollte, dass sich Kandidaten für seinen Posten als Kreiswart oder andere Positionen melden würden, da er hier auch gerne einmal eine andere Person gesehen hätte oder zumindest eingearbeitet hätte. Doch er habe noch nicht eine einzige Rückmeldung erhalten. In anderen Sportarten scheine die Lage besser zu sein. Doch solange alles irgendwie läuft, sieht auch niemand eine Notwendigkeit sich einzubringen. Zudem sind viele Vereine froh, wenn sie es überhaut schaffen, die Posten im eigenen Verein zu besetzen, wie auch Jochen Selzer von der TTG Ober-Mörlen sagte. So gab es bei den Neuwahlen mit Werner Reifschneider (Klein-Karben, Kreisschiedsrichterwart) nur eine Person, die neu in den Vorstand kam. Ansonsten gab es nur Umbesetzungen und Erweiterungen der Aufgaben. Eine Lösung des Problems scheint nach wie vor in weiter Ferne.<?xml:namespace prefix = "o" ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

   Mit einer Dauer von fast dreieinhalb Stunden wurde es wieder ein recht langer Kreistag, da alle Punkte doch recht ausführlich besprochen wurden. Als Ehrengäste konnte Hartmann den Glauburger Bürgermeister Carsten Kretschmer begrüßen, der alle einludt die Gemeinde zu besuchen, da es etwa ein Forschungszentum gäbe, wie es nur drei Mal in Europa existiere. Auch Glaubergs erster Vorsitzender Alfred Hofmann wünschte der Veranstaltung ein gutes Gelingen.

   Bei der Totenehrung wurde Boris Shteiman vom TTC Ockstadt stellvertretend für alle anderen erwähnt. Der SV Nieder-Wöllstadt war der einzige nicht anwesende Verein. Allerdings hatten sich die Nieder-Wöllstädter auf Grund einer Jubiläumsfeier entschuldigt. Nach der Ehrung aller Meister im Bezirk und Kreis mit dem TSV Butzbach (Bezirksoberliga Damen) und dem TTC Höchst/Nidder III (Bezirksoberliga Herren) an der Spitze stellte Johannes Herrmann (Schulsportbeauftragter des Hessischen Tischtennis-Verbandes) einige Maßnahmen der Nachwuchsförderung des HTTV vor. Bei einem Aktionstag würden oft das Know-How, die Finanzierung und die durchführenden Personen fehlen, doch hier würde der HTTV für eine kleine Pauschale von 60 Euro Hilfestellung bei Schulen, Kindergärten und Kitas geben. Mit Schnupperangeboten und Probetrainings könnten viele Kinder für die Vereine gewonnen werden. Auch die Aktion "Tischtennis-Spiel mit" vom Deutschen Tischtennis-Bund könne man nutzen. Ansprechpartner hierfür sei sogar Wetteraus Kreiswart Ulrich Hartmann. Zudem stellte er noch das gesamte Nachwuchssystem des HTTV vor und zeigte dabei auf, das jeder Nachwuchsspieler schnell geeignete Fördermaßnahmen erhalten könne. Er selber ist hauptamtlich an einer Eliteschule des Sports in Frankfurt tätig.

   Bereits bei der Aussprache der Berichte kam die Frage auf, ob man bei der Pokalrunde nicht zum alten Modus zurückkehren könne, da das jetzt eingeführte System mit einem zentralen Spielort nicht allen gefalle. Beim alten System hatte man sich auf einen Termin verständigt. Hierfür könne für die kommende Spielzeit wieder ein Antrag eingereicht werden. Ulrich Schulheis (Bauernheim) hatte sich zudem beim HTTV erkundigt, ob die Meldungen zur Pokalrunde erst in der Rückrunde erfolgen könnten, da erst dort gespielt werde und die Mannschaften dann manchmal anders aussehen würden, doch dies sei nicht möglich. Kreiswart Hartmann äußerste sich dann noch sehr kritisch zum Thema Forum Bezirk Mitte, da hier viele Gerüchte gestreut würden, die doch eigentlich niemanden interessieren würden, und auch dass die Klasseneinteilung vorab veröffentlicht worden war, was verboten sei, konnte er nicht gut heißen.

   Nach der Entlastung des gesamten Kreisvorstandes inklusive von Kreiskassenwart Horst Wilmsen (Butzbach), dessen Kasse wieder von Günther Weil (Höchst/Nidder) geprüft wurde, wurde Kreisschiedsrichterwart Gerhard Hecker (Bad Nauheim) mit der Ehrennadel in Gold von seinem Posten verabschiedet, den er aus Altersgründen nicht mehr ausführen wollte. Auch der zuvor bereits jahrzehntelang tätige Rainer Oppler (Wölfersheim) gab seine kleinere Position als Kreissportwart mit Teilverantwortung aus persönlichen Gründen wieder auf. Dann wurde Ursula Kinzer (Altenstadt) als Wahlleiterin eingesetzt, ehe alle Positionen im Kreisvorstand neu besetzt wurden. Dabei wurde folgender Kreisvorstand jeweils ohne Gegenstimme gewählt:

Kreiswart: Ulrich Hartmann (Büdingen-Lorbach)

Kreissportwart: Mannschaftsspielbetrieb: Diethelm Göbeler (Bad Nauheim)

                       Einzelspielbetrieb: Horst Wilmsen (Butzbach)

Kreisjugendwart: Holger Thösen (Gedern)

Kreisschiedsrichterwart: Werner Reifschneider (Klein-Karben)

Kreispressewart: Wolfgang Nagel (Höchst/Nidder)

Stellvertretender Kreispressewart: Holger Thösen (Gedern)

Kreislehrwart: Bodo Fahrenbruch (Geiß-Nidda)

Kreisschülerwart: Oliver Hottinger (Butzbach)

Kreiskassenwart: Horst Wilmsen (Butzbach)

Beauftragter für Relegation: Ulrich Schulteis (Bauernheim)

Beauftragter für Kreiseinzelmeisterschaften: Thomas Altvater (Altenstadt)

Beauftragter für die Pokalrunde: Norbert Schneider (Dortelweil)

Schulsportbeauftragter: Holger Thösen (Gedern)

Kassenprüfer: Günther Weil (Höchst/Nidder) und Peter Metzger (HTTV, Vizepräsident Finanzen)

Klassenleiter: Bernd Wenzel (Bergheim)

   Da Diethelm Göbeler seinem Posten als Klassenleiter abgab und die Position des Kreissportwartes teilweise übernahm, stand Bernd Wenzel nun mit elf (!) Klassen da, was eigentlich nicht ginge. Nach einer weiteren langen Diskussion zum Ehrenamt konnten am Ende aber doch noch zwei Personen gefunden werden (eine von der TTG Ober-Mörlen und Rolf Seifert), die von Wenzel eingearbeitete werden sollen. Es scheine wirklich nur dann möglich zu sein Personen zu gewinnen, wenn wirklich niemand mehr da sei. Schultheis, der weiterhin die Klasseneinteilung auf Kreisebene machen wird, wies in einer Grundsatzrede darauf hin, dass es bei den Neuwahlen nur eine "Umsortierung der Posten" gegeben hätte und außer Reifschneider, der aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnte, niemand neu hinzugekommen sei. Er sehe die Gefahr, dass der Kreis irgendwann nicht mehr handlungsfähig sei. Bereits vor drei Jahren musste man eine Person aus einem anderen Kreis zu Hilfe bitten, was aber nicht wirklich gut gelaufen sei. "Ich wäre dankbar, wenn irgend jemand eine Idee hätte" meinte er noch, denn sonst müssten wohl am Ende diejenigen Vereine Strafen bezahlen, die keine Personen zur Verfügung stellten. Auch Delegierte für den Bezirksrat konnten nicht gefunden werden, so dass der Kreisvorstand diese Personen aus seiner Mitte selber finden muss.

   Der erste Antrag kam von der SG Bauernheim beziehungsweise Ulrich Schultheis (Beauftragter für die Klasseneinteilung), der eine Neuordnung der 3. Kreisklassen vorsah. Hieraus entwickelte sich dann aber eine Grundsatzdiskussion zum Thema 6-er-Mannschaften und 4-er-Mannschaften, da das eigentliche Problem der zu wenigen Mannschaften in der untersten Klasse durch viele Neuanmeldungen zumindest kurzfristig nicht mehr aktuell war. Es gab einige Vorschläge hinsichtlich einer generellen Besetzung der 3. Kreisklassen mit 4-er-Mannschaften beziehungsweise die Frage, ob beim derzeitigen System mit 4-er-Gruppen und 6-er-Gruppen auch die Meister der 4-er-Gruppen aufstiegsberichtigt sein könnten, was bisher nicht der Fall ist. Letztendlich wurde der Antrag aber zurückgezogen und falls jemand eine andere Regelung wünsche, sollte ein neuer Antrag gestellt werden. Gespielt wird bei den 4-er-Mannschaften in der kommenden Spielzeit nach dem sogenannten "Braunschweiger System", das heisst, dass eine Mannschaft, die nur mit drei Spielern antritt, trotzdem keine Punkte kampflos abgeben muss. Dies wäre nur der Fall, wenn nur zwei Spieler antreten, was jetzt aber auch erstmals möglich ist. 

   Der zweite Antrag des Kreisvorstandes sah eine Erhöhung der Kreisumlage von 6 Euro auf 7 Euro vor, was nach einer kleinen Begründung im Hinblick auf die Trainer im Kreisleistungszentrum mit 34 Gegenstimmen angenommen wurde. Auch der dritte Antrag des Kreisvorstandes, der vorsah, dass alle Turniere für drei Jahre vergeben werden, wurde mit 56 Gegenstimmen angenommen.

   Kreisjugendwart Holger Thösen (Gedern) und Kreisschülerwart Oliver Hottinger (Butzbach) brachten noch den Antrag ein, dass Mädchen, die in Jungenmannschaften spielen, auch bei Mädchenmannschaften Ersatz spielen können. Dieser Antrag wurde mit 10 Gegenstimmen angenommen und kann somit an den Beirat weitergeleitet werden.

   Bei der Klasseneinteilung gab es noch eine hitzige Diskussion, obwohl diese gar nicht mehr verändert werden konnte. Schultheis musste diese nämlich bereits einen Tag vor dem Kreistag voröffentlichen, da dort bereits der Eingabezeitraum für die Terminplanung und der Mannschaftsmeldungen startete, was natürlich nur gemacht werden kann, wenn jeder seine Klasse kennt. Dies hielt aber speziell Jens Becker (Dorheim) und Norbert Schneider (Dortelweil) nicht davon ab, Kritik zu üben. Becker warf Schultheis vor, dass alle Meister der 1. Kreisklassen in einer Gruppe der Kreisliga seien und dass zunächst auch fast alle Aufsteiger dort gewesen seien, was aus der vorläufigen Planung ersichtlich gewesen wäre. Schneider wollte mit seiner fünften Mannschaft doch nicht in die 1. Kreisklasse aufsteigen, was Schultheis aber nicht mehr geändert habe. Dies hätte seiner Meinung nach zu Nachteilen der Mannschaften der 2. Kreisklasse geführt (vermehrter Abstieg). Auch Hans-Georg Dietrich (Ockstadt) zeigte sich über die Einteilung der 3. Kreisklasse Sonderklasse nicht erfeut, konnte aber auch nichts mehr ändern. Die einzige Konsequenz wird sein, dass die kommenden Kreistage jetzt immer vor dem 20. Juni stattfinden werden, im nächsten Jahr am Mittwoch vor Fronleichnam (18. Juni). Kreiswart Ulrich Hartmann konnte die Veranstaltung dann um 23.04 Uhr schließen.

   Zuvor wurden noch folgende Veranstaltungen (mit Ausnahme des Kreistages) für jeweils drei Jahre vergeben:

   12. Januar 2014: Senioren-Mannschaftsmeisterschaft: TTC Ockstadt

   2. Februar 2014: Kreispokalvorrunde Herren Kreisliga - 3. Kreisklasse: SV Fun-Ball Dortelweil

   16. Februar 2014: Kreispokalendrunde: TTG Büdingen-Lorbach

   30. März 2014: Kreisvorrangliste Herren: TTG Bad Nauheim

   6. April 2014: Kreisendrangliste Damen und Herren: TTC Florstadt

  11. Mai 2014: Relegation: TTC Steinfurth

  18. Juni 2014: Kreistag: TV Gedern (125-jähriges Jubiläum)

   12. - 14. September 2015: Kreiseinzelmeisterschaften Damen und Herren: TTC Höchst/Nidder

   10./11. Mai 2014: Bezirks-Relegation: TTV Selters

   31. Oktober - 2. November 2014: Bezirkseinzelmeisterschaften Damen, Herren und Senioren